Goliaths Auge von Diego Muzzio

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Goliaths Auge Diego Muzzio

Wie die auf dem Klappentext referenzierten Werke von Robert Louis Stevenson und Edgar Allan Poe verschachtelt Muzzio seine Geschichte genretypisch in verschiedene Rahmenhandlungen. Auf der ersten Ebene lese ich vom Psychiater Dr. Pierce, der in seinem Institut in den 1920ern in Edinburgh einen merkwürdigen neuen Patienten angeliefert bekommt. Der Erste Weltkrieg ist gerade erst vorbei und der wahnsinnige Kriegsmoloch hat unzählige innerlich wie äußerlich versehrte Männer zurückgelassen. Auch der neue Patient von Dr. Pierce erlebte Schreckliches in den Schützengräben, doch sein Wahnsinn entstand während eines Wartungsaufenthaltes auf einem Leuchtturm. Und zwar nicht auf irgendeinem Leuchtturm, sondern auf einem mitten im Ozean gelegenen Leuchtturm namens Goliaths Auge, der berüchtigt und unbesetzt ist, seit sein früherer Leuchtturmwärter sich dort das Leben genommen hat.

Was Bradley, der Patient während seines einsamen Aufenthalts auf dem Leuchtturm erlebt hat, kann ich praktischerweise in seinen erhaltenen Tagebucheinträgen nachlesen. In seinen verstörenden (!) Tagebucheinträgen…

Goliaths Auge is watching you!

Zweifellos haben sie große Schuld auf sich geladen, die sich jetzt wahnhaft manifestiert. Das Grauen, das die Menschen in Kriegen (und auch ohne) selbst über sich bringen, und die Verheerungen, die dadurch in den Seelen entstehen, prangert Muzzio unmissverständlich an.

Besonders gefreut hat mich die kleine Referenz an eine wahre Geschichte, die auch Emma Stonex fiktiv in „Die Leuchtturmwärter“ bearbeitet und an die ich während des Lesens von „Goliaths Auge“ öfter denken musste.

  • Diego Muzzio
  • Goliaths Auge Diego Muzzio Klappentext

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