GEISTERNETZE von Sascha Kokot

Geschrieben von:

Geisternetze Sascha Kokot

Gedichte

Mein bevorzugtes Literaturformat ist eindeutig Prosa, ich lese am liebsten Romane. Lyrik empfinde ich als zu konzentriert, zu verdichtet, zu schwer zugänglich. Doch ich habe schon öfter die Erfahrung gemacht, dass das natürlich nicht auf alle Lyrik für mich zutrifft. 

Wenn ich es geschafft hatte, mich von meinen geistigen Verengungen zu befreien, ist das Lesen von Gedichten oft bereichernd für mich gewesen.

Es stimmt schon, ich musste in einer gewissen Stimmung sein und brauchte auch ein gewisses Maß an Ruhe, um mich wirklich auf die reduzierten lyrischen Texte von Sascha Kokot einzulassen, mochte dann aber das von ihm vermittelte Gefühl der Melancholie, der Trauer und des Trostes sehr.

Mir gefiel, wie er seine abstrakteren und assoziationsreichen Textlinien über seine Hoffnungen und Wünsche, Abschied und Verlust mit den konkreteren Zeilen über moderne Reproduktionsmedizin kombiniert.

Kokot zeigt die unsichtbaren „Geisternetze“, die unser Leben durchdringen, zart, zerbrechlich und voller Schmerz und Schönheit.

Mit „Geisternetze“ (Gans Verlag, 2026) veröffentlicht er seinen dritten Lyrikband nach Rodung(2013) und Ferner (2017). Die Gedichte setzen sich ehrlich mit Kinderwunsch, Verlust und moderner Reproduktionsmedizin auseinander. Kokot erhielt u. a. den Georg-Kaiser-Förderpreis und Stipendien der Kulturstiftung Sachsen.

  • Geisternetze Sascha Kokot Klappentext

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