Gemalte Feuer von Eva Hegge

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Gemalte Feuer Von Eva Hegge

Mittlerweile lese ich gerne Romane und Bücher zum Thema (unerfüllter) Kinderwunsch. Das sah viele Jahre, als das Thema in meinem eigenen Leben sehr präsent war, ganz anders aus.  Natürlich wollte ich dann auch den Debütroman „Gemalte Feuer“ von Eva Hegge lesen, dessen Inhaltsbeschreibung sich ziemlich vielversprechend las.

Hegges Ich-Erzählerin Rebekka befindet sich in einer Art Limbus. Nach ihrem ambitionierten Studium hatte sie keinen passenden Job, sich aber auch nicht nachhaltig um eine attraktive Stelle bemüht. Stattdessen arbeitete sie jetzt, neben ihren Privatstudien, in einem Möbelhaus. Sie lebt mit ihrem Partner Bernard zusammen, der in ihren beschriebenen Gedanken kaum eine Erwähnung findet.

“Ich war von einer undurchdringlichen Wand der negativen Schwangerschaftstests umgeben. Monat für Monat, in einem Niemandsland, und ich fand nicht wieder heraus.“

Hegge adressiert dabei nur in kurzen Passagen den eigentlichen Schmerz und die medizinische Prozedur der Kinderwunschbehandlung. Vielmehr Erzählzeit wendet sie für das Alltagsleben ihrer Protagonistin auf. 

An den Schilderungen der trivial scheinenden Situation und Bekanntschaften wird deutlich, wie sehr die Erzählerin in diesem Zustand einer Wartesituation gefangen ist. Auch wenn ich diese Situation auch aus eigener Erfahrung kenne, fand ich es beim Lesen leider schon ein wenig langweilig, muss ich sagen. Es ist fast so, als würde der Roman von den Leerstellen, vom Fehlen von etwas, definiert werden. Was ist mit Bernard, wie läuft die Beziehung, warum diese Fokussierung auf den Kinderwunsch?

Das sind alles Fragen, die Hegge spürbar bewusst nicht dezidiert in ihrem Roman adressiert. Wesentlich mehr Erzählzeit nimmt die Rebekkas Beziehung zu ihrer Freundin Jenny ein, die spontan entscheidet, dass ein Kind gerade in ihr Leben passen würde und daraufhin natürlich sofort schwanger wird. Eine schmerzhafte Entwicklung für die Erzählerin und eine einseitige und unausgesprochene Belastung für die Freundschaft der beiden Frauen.

Erst am Schluss schafft es Hegge, mich mit ihrem Text zu erreichen, aber ich ahne, dass er nicht lange in meinem Gedächtnis haften bleiben wird.

  • Eva Hegge
  • Gemalte Feuer Von Eva Hegge Klappentext

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