Mein Bruder Wolf von Lara Taveirne

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Mein Bruder Wolf Lara Taveirne

Die Erzählerin ist, genauso wie ihre anderen Geschwister und ihre Eltern, von dem Verlust tief getroffen. Und sie quält sich mit Erklärungsversuchen und Schuldvorwürfen. Warum hat Wolf sich entschlossen, das Leben nach so wenigen Jahren wieder zu verlassen? Wie können sie ihrer Trauer gerecht werden?

Wer war „mein Bruder Wolf“?

Die Tagebuchaufzeichnungen aus dem Notizbuch zeigen mir einen intelligenten jungen Mann, der sich nach Sinn und Bedeutung in seinem Leben sehnt, wie die Männer, die er aus den Geschichten von Jack Kerouac und Jon Krakauer kennt.

„Wenn ich doch nur in einer Geschichte herumliefe, dann würde wenigstens jemand zusehen. Der unstillbare Hunger nach Aufmerksamkeit endlich gestillt.“

Mich berühren gerade diese Tagebucheinträge, weil auch sie keine echte nachvollziehbare Antwort auf das „Warum“ geben. 

“Mein Bruder Wolf”, der erst teilweise in Versform entstanden ist und erst später in Prosa überführt wurde, wie Taveirne in einem Interview mit Eichborn verrät, trägt noch viele Spuren seiner Entstehungsgeschichte in sich. Taveirnes Erzählstil ist poetisch und intim. Sie lässt uns nicht nur am Schreibprozess des Romans im Roman teilhaben, sie teilt mit ihren Leser*innen auch die Erinnerungen an den Bruder Wolf.

Ja, „Mein Bruder Wolf“ ist ein trauriges Buch, aber es erschlägt mich keinesfalls mit Hoffnungs- und Sinnlosigkeit, sondern bestärkt meinen Glauben an die Kraft des Erzählens.

  • Lara Taveirne
  • Mein Bruder Wolf Lara Taveirne Klappentext

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