Das Gedächtnis der Tiere von Claire Fuller

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Das Gedächtnis der Tiere Claire Fuller

Im Nachwort erzählt Fuller, wie sie ihren Roman über eine vernichtende Pandemie konzipierte. Und dann von der Realität in Form des Corona Virus eingeholt wurde. Zum Glück endete die Pandemie in der Realität anders als in Fullers Roman.

Fullers Protagonistin und Ich-Erzählerin heißt Neffy. Sie ist eine junge Meeresbiologin, die sich aus Geldnot für ein Experiment zur Entwicklung eines Impfstoffes gemeldet hat, der gegen eine aktuell grassierende Pandemie entwickelt werden soll.

Leider ist die Pandemie schneller und Neffy findet sich in einem klaustrophobischen Szenario wieder. Als sie nach dem Abklingen der heftigen Reaktion auf den Impfstoffes wieder langsam zu sich kommt, sind sie und ein paar andere die letzten Überlebenden der Pandemie.

Hier möchte ich gleich einen dicken Kritikpunkt anbringen, den ich bei Romanen von Fuller schon öfters anbringen musste. Ihrem Setting mangelt es schlicht an Glaubwürdigkeit und Plausibilität. Wie Pandemien die ganze Menschheit auslöschen können, (bis auf einzelne Ausnahmen versteht sich) habe ich schon sehr glaubhaft und spannend beispielsweise in „The Stand“ von Stephen King oder in „Der Übergang“ von Justin Cronin lesen können. Bei Fuller geht alles einfach zu schnell und sie spart mit konkreten Details. Das mag daran liegen, dass der Roman sich noch mehr plottechnisch vorgenommen hat. 

Das Gedächtnis der Tiere – und der Menschen

Später kommt ein „Revisitor“ zum Einsatz, ein Gerät, das dich gedanklich zu einem zufälligen Punkt in der Erinnerung bringen kann, was bei Neffy ausgesprochen gut funktioniert. Ich erfahre so einiges über ihre Vergangenheit, ihre Familie und ihre Arbeit mit Meerestieren, allen voran den Oktopoden.

Das ist einfach (zu?) viel Stoff für einen Roman.

Allerdings ist es ebenfalls Fullers Spezialität, mich gegen Ende ihrer Romane dann mit unerwarteten Plottwists komplett aus dem Sessel zu heben und eine gruselige Gänsehaut zu erzeugen. Das gelingt ihr auch hier, wenn auch die Plottwists vielleicht nicht ganz so unerwartet sind.

  • Claire Fuller
  • Das Gedächtnis der Tiere Claire Fuller Klappentext

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