Die dunkle Liebe der Emilia I. Von Silvia Avallone

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Die dunkle Liebe der Emilia I. Silvia Avallone

Natürlich lese ich auch gerne Liebesromane. Es gibt sie, diese ganz besonderen Liebesromane. Und der neue Roman von Silvia Avallone hat die Liebe schon im Titel. Aber „Die dunkle Liebe der Emilia I.“ ist viel mehr als ein reiner Liebesroman, sondern steigt tief in die Themen Verlust, Trauer, Schuld und Vergebung ein.

Denn Emilia hat Schuld auf sich geladen. Was sie genau getan hat, wird lange Zeit nur angedeutet und erst am Schluss des Romans vollständig offenbart. Klar wird aber gleich am Anfang, dass die 32-jährige junge Frau einen großen Teil ihres Erwachsenenlebens im Gefängnis verbracht hat und sich erst jetzt ein neues Leben aufbauen kann.

Dafür hat sie sich entschieden, in das kleine abgelegene Bergdorf Sassaia zu ziehen, in dem sie früher ihre Ferien verbracht hatte. Mittlerweile ist das Bergdorf ziemlich heruntergekommen und von den meisten Bewohner*innen verlassen.

Nur Bruno, den Avallone zum Erzähler ihres Romans macht, hat sich ebenfalls in das Dorf seiner Kindheit zurückgezogen und arbeitet in der Stadt unten im Tal als Lehrer. Er ist ebenfalls noch stark mit seiner Vergangenheit beschäftigt und trägt schwer an den Verlusten, die er in seinem Leben erleiden musste.

Diese beiden gebrochenen und verwundeten Seelen lässt Avallone also jetzt in dem kleinen Bergdorf aufeinandertreffen. Beide erkennen und sehen einander in ihren Verletzungen und es scheint, als könnten sie sich gegenseitig Halt geben.

Die dunkle Liebe der Emilia I. – wird sie Erfüllung finden?

Doch Emilia hat Bruno nicht alles aus ihrer Vergangenheit erzählt…und auch im Tal erinnert man sich bald an die Frau, die vor Jahren in allen Zeitungen und Medien war.

“»Diese Frau trägt die Hölle in sich. Und niemand wird sie jemals davon befreien. Aber trotz alledem hat sie sich verliebt.«”

Für mich las sich der fast 450 Seiten lange Roman wie ein spannender Pageturner. Ich habe mich super gerne auf die Geschichte von Bruno und Emilia eingelassen, zwei Menschen mit komplett unterschiedlicher Geschichte und Vergangenheit, aber mit ähnlicher Bewältigungsstrategie. Avallone zeigt in ihrem Roman meiner Meinung nach wunderbar, dass wir Menschen uns frei entscheiden können, wenn wir die Kraft und den Mut dazu aufbringen.

Wenn ich über diesen Kritikpunkt hinwegsehe, fand ich mit „Die dunkle Liebe der Emilia I“ einen wirklich unterhaltsamen und emotionalen Roman über die Kraft der Liebe, der Freundschaft und der Vergebung.

  • Silvia Avallone
  • Die dunkle Liebe der Emilia I. Silvia Avallone Klappentext

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