Honey von Imani Thompson

Geschrieben von:

Honey Imani Thompson

Die erste Racheaktion passiert Thompsons Protagonistin Yrsa gleich am Anfang des Romans eigentlich aus Versehen. Als der Professor, der eine ihrer Freundinnen ziemlich schäbig behandelt hat, allergisch auf einen Bienenstich reagiert, tut sie eigentlich gar nichts. Also holt sie auch keine Hilfe und dann ist der Professor tot.

Statt von Schuldgefühlen ist Yrsa von einer großen Genugtuung und dem Gefühl von Macht erfüllt. Und so wird sie beim nächsten Mann, der ihrer Meinung nach Strafe verdient, gleich selbst aktiv (und zur Mörderin).

Wer ist der Honey und wer sind die Bees?

Gut gelungen finde ich auch Yrsas Familienkonstellation mit ihrer Mutter Candice, die als kaltherzig scheinende Bitch eigentlich fast eine eigene Plotline verdient.

Thompsons Stil ist super unterhaltsam, oft provokant zynisch und sarkastisch. Wenn du schwarzen Humor magst, bist du hier gut bedient. Mich hat der Roman vom Tonfall ein bisschen an „Meine Schwester, die Serienmörderin“ von Oyinkan Braithwaite erinnert. Ich würde aber sagen, dass Thompsons Buch noch mehr gesellschaftskritische Themen in sich vereint.

Hat mir wirklich sehr gut gefallen und wird meiner Meinung nach den vielen positiven Stimmen im Feuilleton absolut gerecht.

  • Imani Thompson
  • Honey Imani Thompson Klappentext

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