Hier findest du alle meine veröffentlichen Rezensionen nach Erscheinungstermin. Du kannst die Suchfunktion nutzen um nach Themen, Genres, Titel und Ländern zu suchen.
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SIMONE von Anja Reich

Anja Reich ist Journalistin und Autorin. In ihrem neuen Roman “Simone” verarbeitet sie autobiografisch den Selbstmord ihrer gleichnamigen Freundin. Wie so oft steht an erster Stelle die unvermeidliche Frage nach dem Warum. “Wir brauchen einen Sündenbock, einen Grund, eine Erklärung, versuchen zu verstehen, was wir nicht verstehen können, um selbst weiterleben zu können.” Zusätzlich quält
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Geschichten der Nacht von Laurent Mauvignier

Nach über 500 Seiten Marathonlauf noch so ein Schluss Sprint zum fulminanten Showdown? Alta, ich bin jetzt überfordert! Überfordert bin ich auch mit der Genre-Einordnung von „Geschichten der Nacht“. War das ein Krimi? Ein Thriller mit Geiselnahme, wie der Klappentext suggeriert? Ein Psychodrama? Das passt alles nicht. Mauvigniers Roman sprengt mit seinem literarischen Anspruch jegliche
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Gebranntes Kind sucht das Feuer

von Cordelia Edvardson Lange starre ich auf das Coverporträt von „Gebranntes Kind sucht das Feuer“. Es zeigt die Autorin Cordelia Edvardson als junges Mädchen und etwa in dem Alter, als sie ins Vernichtungslager abtransportiert wurde. Die autobiografischen Erinnerungen von Edvardson, die 1929 in München als Dreiviertel Jüdin geboren wurde, erschienen bereits 1984 erstmalig und wurden
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ARSON von Laura Freudenthaler

Freudenthaler erzählt in „Arson“ von einer Frau und einem Mann. Die Rastlose und der Schlaflose. Die Verletzte auf der Flucht und der Feuerjäger. Zwei Existenzen am Rande des Kontrollverlusts. Es fällt mir leicht, mich auf Freudenthalers fragmentarische Erzählform einzulassen. In die Stimmung einzutauchen. Manchmal konkret, manchmal traumhafte Bilder und Szenen, teilweise abstrakt, nicht greifbar und
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MALUS von Simone Hirth

Dieser Roman „Malus“ ist furchtbar. Furchtbar wichtig, furchtbar aktuell und auch noch furchtbar gut! Seit “12 Grad unter Null” von Anna Franziska Herzig hat mich kein Roman mehr so furchtbar wütend gemacht! Die deutsch-österreichische Autorin Simone Hirth hat mit “Malus“ eine wahnsinnige Parabel über unsere patriarchale Gesellschaft geschrieben, in der noch viel zu oft toxische
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Das leise Platzen unserer Träume von Eva Lohmann

„Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben.“ Jo, Rilke. Bißchen überstrapaziert, der Herbst, aber im Roman „Das leise Platzen unserer Träume“ passen diese Zeilen einfach wunderbar. Der ganze Roman ist wunderbar. Wehmütig und tröstlich.Das kann ich wirklich gut gebrauchen. Kennt ihr nicht auch das Gefühl,
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TASMANIEN von Paolo Giordano

„Tasmanien“ konnte nicht an meine Begeisterung über Giordanos „Den Himmel stürmen“ (2018) anknüpfen. Dieser Roman und „Die Einsamkeit der Primzahlen“ waren für mich eindrückliche Lese- und Hörerlebnisse, was ich über „Tasmanien“ nicht sagen werde. Ich kann nicht einmal sagen, ob ich „Tasmanien“ für ein gutes Buch halte, zu undifferenziert ist meine Meinung darüber. Es entzieht
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Und hinter mir das Nichts von Berthe Obermanns

Diesmal bin ich besser vorbereitet. Nach ihrem ersten Roman „Gleich unter der Haut“, der mir mit der Schlagkraft einer griechischen Tragödie in den Magen boxte, rüstete ich mich emotional vor der Lektüre zweiten Romans „Und hinter mir das Nichts“ von Berthe Obermanns. Denn Obermanns Romane sind düster, sehr düster, keine Wohlfühlbücher, sondern existenzialistische Fragestellungen. Schon das








